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Aikido vom Marcel Lohr

1 May 2011

Das Besondere an Aikido ist, dass es stets körperlich und geistig fordert. Selbst die simpelste Bewegung kann Jahre in Anspruch nehmen bis jede Einzelheit darin, von Hüftstellung bis zur Beinbewegung, zufrieden stellend gemeistert ist. Jede noch so geringfügige Drehung der Hand ergibt eine neue Anwendung einer Technik und öffnet somit das Tor zu einem permanent anhaltenden Lernprozess, der Verständnis lernt und Ausführung verdeutlicht. Und nicht nur die Trainingseinheit an sich ist Aikido, sondern das komplette Leben durchläuft eine Transformation durch den Einfluss dieser Kampfkunst. Ob man im Geiste die Techniken wiederholt oder sich entspannt, aufrechte Position einnimmt oder sich in Gelassenheit übt, es vergeht kein Tag an dem Aikido nicht präsent ist. Der Besuch im Dojo ist stets ein Wiedersehen mit alten Freunden und Freundinnen, die man vielleicht sonst eher selten sieht oder die man schlichtweg ohne Aikido nie zu Gesicht bekommen hätte. Bei aller Disziplin und Etikette die einzuhalten ist bleibt auch das Menschliche hierbei nicht vergessen, sodass der ein oder andere Spaß natürlich auch mal ungescholten bleibt. Oftmals vergisst man die Zeit („Schon vorbei?“) und ist entspannter und vitaler als nach jedem gemütlichen Abend vor dem Fernsehen, wobei es keine Rolle spielt wie kaputt man ins Dojo gekommen ist. Auf diese Weise ausgeglichen kommt es daher nicht selten beim Teetrinken vor, dass Gesprächsthemen vollkommen ungezwungen zurück aufs Aikido und Zusammenhänge mit dem „normalen“ Leben kommen. Konflikte und Probleme lassen sich meist übertragen und können so besser verstanden und gelöst werden. Dass dies einen Einfluss auf die Welt hätte wenn sie nur aus Aikidokas bestünde ist nicht zu leugnen, jedoch bin ich mir nicht sicher ob es eine Komplette Konfliktvermeidung zur Folge hätte. Da diese Kampfkunst in verschiedenste Aspekte und Arten des Unterrichts gespalten ist denke ich, dass es dennoch Differenzen untereinander gäbe, manche hätten noch immer dieselben (vielleicht schlechten) Charakterzüge, aber dennoch, es würde für die Gesellschaft in der wir leben einen Fortschritt bedeuten. Denn selbst Krisen sind nichts anderes als Uke: Man kann sie zwar nicht zu Boden werfen, doch wenn man sich nicht von ihnen berühren lassen möchte braucht man dies nicht zu tun.

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